Munya Victor Madzima | Simbabwe

Als ich 1991 im Skulpturengarten von Chapungu den Platz mit Munya Victor Madzimas seltsam aufgerissenen, steinernen Leibern fand, war ich geschockt. Wie konnte ein Künstler so brutal das Körperinnere nach außen kehren? Fünf Jahre später wurde ich in der National Gallery von Harare erneut mit den fremdartigen Werken des Bildhauers konfrontiert. Hier stand ein hölzerner Frauenrumpf, von der Schulter bis zu den Oberschenkeln mit Klammern zusammengetuckert, dort ein Kopf, in dessen rote, innere Leere der Betrachter schauen konnte. Und dann zwei rollende "Scating Needles", überdimensionierte Steinnadeln auf Rollschuhen, die den Erfindungsreichtum des Künstlers erneut bestätigten.

Eine "Scating Needle" von Madizima befindet sich inzwischen in der Sammlung von Kunst Transit Berlin, eine weitere, nicht weniger erstauliche Skulptur namens "Human Pupa" ebenfalls. Wenn Sie diese Skulpturen kennenlernen möchten, sind Sie gerne eingeladen, uns zu besuchen. Anmeldung unter T. xx49-(0)30-251648.